Öffne Login/Sign up Menü
EinloggenMitglied werdenNewsletter abonnieren
Login/Sign-up Menü Schließen

Von KI, CCC und kreativen Lösungen

Gruppenfoto CCC Absolventen

Wie lassen sich Bilanzen mithilfe von KI-Assistenten analysieren? Wie können Informationen aus dem Vertrieb strukturiert genutzt werden? Welche kreativen Lösungen gibt es für Sicherheiten? Bei der jüngsten Regionalveranstaltung West trafen sich 25 Teilnehmende in den Räumlichkeiten der Creditreform in Neuss, um über die drängendsten Themen der Branche zu sprechen. Zudem erhielten die Absolventen der jüngsten CCC-Qualifizierung ihre Zertifikate.

Dr. Benjamin Geißler beleuchtete in seinem Vortrag die Rolle von KI-Agenten im Credit Management. So schilderte er, wie diese Systeme bereits heute eingesetzt werden können, um Bilanzen schneller und präziser zu analysieren. Gleichzeitig betonte er die wichtige Kontrollfunktion des Menschen: KI könne zwar Daten verarbeiten und Muster erkennen, doch die finale Bewertung und Entscheidung müsse weiterhin durch erfahrene Credit Manager erfolgen. Kritisch hinterfragte er auch die Verlässlichkeit von KI-Systemen, die stark von der Qualität der Eingabedaten abhängen, sowie die mangelnde Fähigkeit zur Selbstkorrektur. Ohne menschliche Überprüfung bestehe die Gefahr von Fehlentscheidungen, die schwerwiegende Folgen haben könnten. Ein weiterer Fokus lag auf der Kosteneffizienz von KI-Lösungen. Während die Technologie das Potenzial bietet, Prozesse zu beschleunigen und Ressourcen zu schonen, stellt sich die Frage, wie Unternehmen diese Systeme wirtschaftlich sinnvoll einsetzen können.

Die CM-Toolbox

Anschließend stellte Robin Bökesch CCM die „CM-Toolbox“ des BvCM Teams Region West vor – ein Konzept, das auf eine bessere Nutzung von Vertriebsinformationen abzielt. Die zentrale These: Der Vertrieb ist die beste „Auskunftei“ eines Unternehmens, wenn es darum geht, frühzeitig Risiken zu erkennen. Oft erhält der Vertrieb Informationen über Kunden, die für das Credit Management von entscheidender Bedeutung sind – etwa ungewöhnliche Auftragsentwicklungen, Personalprobleme oder Marktgerüchte. Doch diese „Soft Facts“ erreichen die Credit Manager häufig zu spät oder gar nicht. Die CM-Toolbox zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem sie strukturierte Prozesse schafft, um Vertriebswissen systematisch zu erfassen und für Kreditentscheidungen nutzbar zu machen.

CCC-Absolventen

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der CCC-Zertifikate an die anwesenden Absolventen. Fernando Da Silva CCM, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BvCM, hielt eine Laudatio. Er betonte dabei die essenzielle Bedeutung der Professionalisierung im Berufsbild des Credit Managers: „In einer immer komplexeren Welt ist Weiterbildung kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um den Herausforderungen gerecht zu werden.“

Den inhaltlichen Abschluss übernahm RA Denis Hoffmann mit einem Vortrag zum Thema „Risikominimierung abseits von WKV & Co.“. Mit einer unterhaltsamen Anekdote aus dem Anwaltsalltag – die Pfändung eines millionenschweren Pferdes ist schließlich kein Alltagsgeschäft – führte er die Zuhörer in die Welt kreativer Absicherungsstrategien ein. Seine Kernbotschaft: Risikominimierung muss nicht immer teuer sein. Oft reichen kostengünstige oder sogar kostenlose Maßnahmen, um Risiken effektiv zu reduzieren. Entscheidend sei dabei, „um die Ecke zu denken“ – etwa durch persönliche Gespräche mit Kunden oder die Nutzung ungewöhnlicher Sicherheiten.

Der ausführliche Nachbericht wird in der nächsten Ausgabe des Magazins Der CreditManager veröffentlicht.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Keinen Beitrag verpassen!

Newsletter abonnieren
Über unseren Newsletter „CreditVision“ erhalten Sie automatisch aktuelle Neuigkeiten.
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner
X