„Wir unterstützen den BvCM, weil das Thema Datenschutz im Credit Management sehr abwechslungsreich ist, gleichzeitig aber von vielen unterschätzt wird. Das ist unser Ansporn, den BvCM-Mitgliedern praxistaugliche und datenschutzkonforme Lösungen zu empfehlen.“ Das sagen RA Stephanie Iraschko-Luscher und Christian Huth, die Leiter des Arbeitskreises Datenschutz im Bundesverband Credit Management e.V., übereinstimmend. Beide engagieren sich schon seit vielen Jahren für den BvCM.
Stephanie Iraschko-Luscher ist beim BvCM eine Frau der ersten Stunde: „Ich habe damals mit Nicole Neumerkel bei euroShell zusammengearbeitet. Über sie bin ich kurz nach der Gründung an den BvCM e.V. gelangt, der damals noch Verein für Credit Management hieß“, blickt sie zurück. Christian Huth ist 2018 über den Kontakt mit Stephanie Iraschko-Luscher dazugestoßen. Im „normalen Leben“ ist Christian Huth Geschäftsführer der Compliance Factory und unter anderem als externer Datenschutzbeauftragter für unterschiedliche Firmen tätig. Stephanie Iraschko-Luscher ist Rechtsanwältin mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Datenschutzrecht. Sie unterstützt in diesem Bereich Mittelständler, Großunternehmen, Kanzleien und Verbände.
Was sind genau ihre Aufgaben im BvCM? „Wir analysieren neue Richtlinien, Verordnungen und Gesetze mit Bezug zum Datenschutz schon in ihrer Entstehungsphase und leiten daraus mögliche Folgen und entsprechende Empfehlungen für das Credit Management ab“, beschreibt Christian Huth. Die Essenz ihrer Arbeit findet sich in den Mindestanforderungen an den Datenschutz im Credit Management (MaDiC) wieder.
Aktuell beschäftigt die beiden vor allem das Thema KI. Deshalb moderieren die Datenschutzexperten auf dem nächsten Bundeskongress in Bad Homburg v.d. Höhe eine Podiumsdiskussion zum Thema „Mindestanforderungen an den KI-Einsatz im Credit Management (MaKIC)“. Parallel erarbeiten sie Leitlinien für den „Datenschutz im Credit Management“, die dann von der Datenschutzbehörde in einen Code-of-Conduct ratifiziert werden sollen. Außerdem bringen sie den Teilnehmenden der Qualifizierung zum CCM das Thema Datenschutz näher.
Was ist dabei die größte Herausforderung für die beiden? „Das Thema Datenschutz hat in vielen Unternehmen nicht den Stellenwert, den es erfordert. Das ist bei den BvCM-Mitgliedern nicht anders als in anderen Branchen auch. Wir wollen den Mitgliedern ja nur helfen, datenschutzkonforme Prozesse aufzusetzen, um Bußgelder zu vermeiden“, betont Stephanie Iraschko-Luscher. „Manche aber scheinen zu befürchten, dass wir ihr Geschäft verhindern wollen. Das Gegenteil ist der Fall.“ Christian Huth ergänzt: „Wir machen ja nicht die Gesetze, sondern versuchen, Lösungen für den sicheren Umgang mit ihnen zu entwickeln. Uns ist schon klar, dass viele mit dem Thema lieber nichts zu tun haben wollen. Aber das motiviert uns nur, den Datenschutz im Credit Management noch deutlicher zu erklären.“ Dafür wollen sie sich auch in den kommenden Jahren einsetzen. Gelegenheiten dazu gibt es jedenfalls mehr als genug.




