Credit Manager halten ESG-Themen im eigenen Unternehmen für wichtig. Gleichzeitig spielen Nachhaltigkeitsberichte für ihre Arbeit noch keine große Rolle. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie, die der Bundesverband Credit Management e.V. zusammen mit der Hochschule Rhein-Waal in Kleve durchgeführt hat. Unter dem Titel „Zum Stand der Integration von Nachhaltigkeitsthemen in das Credit Management“ haben Professor Dr. Ute Merbecks und BvCM-Vorstandsmitglied Bernd Bütow die Ergebnisse der Studie auf dem 22. Bundeskongress des BvCM in Bad Homburg vorgestellt.
Die ESG-Berichterstattung wird für Unternehmen immer wichtiger. Gleichzeitig scheint das Thema aus dem Fokus zu geraten. „Die systematische Integration von ESG-Risiken in die Bonitätsanalyse ist noch begrenzt. Viele der Befragten nutzen die Informationen aus verpflichtenden europäischen Nachhaltigkeitsberichten nur selten für die Risikoanalyse“, heißt es in der Zusammenfassung der Studienergebnisse. Das Credit Management stehe deshalb vor der Herausforderung, ESG-Themen stärker in seine Prozesse zu integrieren, um den steigenden Anforderungen von Stakeholdern und Regulierungen gerecht zu werden. „Um der vollumfänglichen Bonitätsbeurteilung eines Kunden gerecht zu werden, muss der Nachhaltigkeitsbericht des Kunden in die künftige Bonitätsanalyse mit einfließen.“
Eine Empfehlung der Studie lautet: Die Kompetenzen der Credit-Spezialisten zu ESG-Themen zu steigern. „Hier sind Investitionen in die Aus- und Weiterbildung erforderlich.“ Zum Abschluss der Präsentation appellierte Bernd Bütow an die Gäste: „Bleiben Sie am Ball! Das Thema wird bleiben.“
Ein ausführlicher Bericht folgt in der nächsten Ausgabe des Magazins Der CreditManager. Die komplette Studie ist beim Bundesverband Credit Management e.V. erhältlich.




