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Mindestanforderungen an das Credit Management (MaCM)

Ergebnisse Credit Survey 02/2010

 

CM News

Ergebnisse Credit Survey 02/2010

Die Wahl der "richtigen" Zahlungsmethode beeinflusst die Häufigkeit von Zahlungsverzögerungen und -ausfällen maßgeblich mit.

  • Welche Zahlungsmethoden sind am populärsten?
  • Welche am effektivsten?
  • Welche anderen Methoden zur Minimierung von Kreidtrisiken bieten sich an?

Der VfCM e.V. wollte es wissen und rief Mitte Februar 2010 zur Teilnahme an einer Online-Credit survey auf. Insgesamt 215 deutsche Credit Manager machten mit und gaben ihre Erfahrung zu Protokoll.

Die Ergebnisse können Sie hier abrufen.


VfCM ab sofort bei Twitter dabei – Ihre Unterstützung ist gefragt

Der Verein setzt bei seiner Kommunikationsstrategie verstärkt auf das „Web 2.0“. Ab sofort wird über den Webdienst Twitter mit „gezwitschert“: Mitglieder und Freunde des VfCM, die dem Twitter-Account „VfCMeV“ folgen, können sich so schnell und einfach über aktuelle Veranstaltungshinweise, Studien und sonstige Neuigkeiten aus der Welt des Credit Managements auf dem Laufenden halten − und diese natürlich direkt kommentieren.

Schauen Sie auf Twitter vorbei und werden Sie ein „VfCMeV“-Follower. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag dazu, dem Thema Credit Management einen noch höheren Stellenwert in der öffentlichen Diskussion zu geben. Verleihen Sie dem Wort des Vereins durch Ihr Engagement mehr Gewicht – via Twitter lassen sich gemeinsam unmittelbar zahlreiche wichtige Multiplikatoren erreichen.

Weitere Informationen unter www.twitter.com sowie www.de.wikipedia.org/wiki/Twitter.


Credit Management

Aktuell werden 15,9% mehr Firmeninsolvenzen angemeldet als noch ein Jahr zuvor. Ein professionelles Credit Management in Unternehmen stellt einen immer wichtigeren Baustein für den betrieblichen Erfolg dar. Die Minimierung von Forderungsausfällen und die Optimierung der Liquidität sind hierzu die maßgeblichen Faktoren.

Der TÜV Rheinland als Partner des Vereins für Credit Management (VfCM) bietet als einziges Unternehmen Auditierungen und Zertifizierungen auf Basis der Mindestanforderungen an das Credit Management (MaCM) an. Weitere Informationen finden Sie hier.


Audit thresholds and abridged accounts

A widely publicised consequence of the financial meltdown of 2008/9 and the resulting “credit crunch” has been the substantial reduction in bank lending for businesses – indeed in some areas of trade, such lending dried up altogether. Less well publicised has been the increased pressure that this placed upon trade credit managers across Europe to try to ensure the continued support of their customers by way of trade credit. At the same time, however, equal pressure has been applied to make responsible lending decisions.

It is the considered view of FECMA Council that responsible decisions are founded upon information being available to the credit grantor that is as up-to-date and as complete as can be established. Availability of such information is therefore crucial to the decision making process and the restriction of such information can only be to the overall detriment of both credit grantor and recipient alike.

As businesses have to prepare detailed accounts for both their bankers and the tax authorities, the argument used in defence of ever increasing audit thresholds and abridged filed accounts, namely reduced administrative burden, is both erroneous and grossly misleading. Furthermore, a turnover not exceeding £6.5m cannot be considered "small" by any reasonable measure, any more than a turnover not exceeding £25.9m could be considered "medium sized". On the contrary, with small also being defined as up to 50 employees, and such businesses now numbering some 4.6m in the UK alone, the sector represents a substantial chunk of any supplier's portfolio.
 
The successful business owner should know at all times the financial state of his business, and that would entail the maintenance of detailed accounts. Most insolvency practitioners agree that "inadequate", "poor", or just plain "bad" management represent the major cause of business failure. FECMA Council believes that the maintenance of detailed accounts is a business discipline which must be a fundamental requirement of any company owner or manager. The whole concept of abridged accounts sends out to the business sector entirely the wrong signals - "you need not do this or do that" and actually encourages poor management.
 
The various governmental bodies also miss the point, especially now following the financial meltdown of 2008. Unsecured trade credit is the lifeblood of business, even more important since the flow of funding support from the financial sector slowed to a mere trickle. If trade suppliers are expected to continue to support their customers by trade credit funding, then they are entitled to access to the same financial data as a bank or any other financial institution. When governments across the world, and especially across Europe, make it increasingly more difficult for suppliers to make sensible risk decisions they are in effect both cutting of the lifeblood and in a bizarre way actually encouraging irresponsible lending. Limited liability, as far as corporate bodies are concerned, has always been a privilege - the privilege being that the entrepreneur can operate without the fear of losing his home or his personal assets. Privilege has to come at a price, and that happens to be full disclosure.
 


Credit Management - Check im Internet:

Ab sofort bietet der TÜV Rheinland interessierten Unternehmen im Internet unter www.tuv.com/cm-check die Möglichkeit, ihr Credit Management im Vorfeld einer möglichen Zertifizierung selbst zu bewerten. Zwanzig Fragen vermitteln einen Eindruck, worauf es beim Credit Management ankommt und  wie es um die eigene Forderungsüberwachung steht. Der Online-Check ist vollkommen anonym. Direkt im Anschluss erfolgt eine Ergebnisbewertung und ein Vergleich mit dem Durchschnitt aller bisherigen Teilnehmer. Der Fragebogen basiert auf die Mindestanforderungen an das Credit Management (MaCM), die vom VfCM e.V. unter wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule Bochum entwickelt wurden.

 „Der neue Selbsttest ist ein sinnvolles Instrument, um sich mit dem Thema vertraut zu machen und Erkenntnisse über den eigenen Stand des Credit Managements zu gewinnen“, so Wolfgang Rempe, Experte für Risikomanagement sowie Branchenverantwortlicher für Banken und Versicherungen beim TÜV Rheinland. Selbstverständlich kann ein solcher Test keine ausführliche Prüfung ersetzen, die dem Ziel einer Prozessoptimierung im Credit Management dient. Denn ein systematisches Credit Management verbessert die Qualität der unternehmens Prozesse hinsichtlich Bonitätsprüfung, Kreditgewährung, Kreditbearbeitung, Risikofrüherkennung und Risikoklassifizierung. 


Juristischer Beirat des VfCM gegründet
von Stephanie Iraschko-Luscher

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Credit Manager werden immer komplexer. Schon die Vertragsgestaltung – die Allgemeinen Geschäfts- oder Lieferbedingungen – hat Auswirkungen auf die Realisierung der Forderungen. Das Datenschutzrecht wirkt sich auf die Bonitätsprüfungen von Unternehmen und die Inkassoarbeit aus; das Insolvenzrecht bietet Antworten zu den Fragen der Geltendmachung der Forderung im Insolvenzverfahren, die Stellung der Gläubiger und die Zusammenarbeit mit Insolvenzverwaltern. Aber auch das Handels- und Gesellschaftsrecht hat Einfluss auf die Forderungsrealisierung und die Bewertung von Unternehmen.

Von entscheidender Bedeutung ist und bleibt selbstverständlich das Kernstück des Zivilrechts - das Bürgerliche Gesetzbuch -, in dem die grundlegenden Vertragstypen und Zahlungs- und Verzugsvoraussetzungen normiert sind. Hier kommt es darauf an, die zahlreichen Modernisierungen und Novellierungen durch den Gesetzgeber kritisch zu beäugen und die Vorteile für das Credit Management zu nutzen. Gleiches gilt natürlich auch für die deutsche Zivilprozessordnung, die das gerichtliche Mahn- und Klagverfahren und die Zwangsvollstreckung, die eigentliche Forderungsrealisierung, regelt. In diesem Zusammenhang sind auch die europarechtlichen Vorgaben und die Möglichkeiten eines europaweiten Vorgehens wie zum Beispiel durch das jetzt eingeführte Europäische Mahnverfahren oder den so genannten Europäischen Vollstreckungstitel zu beachten, die zunehmend an Bedeutung gewinnen und neue Chancen zur Realisierung von Forderungen im europäischen Ausland bieten.

Um hier die rechtlichen Vorgaben integrieren zu können, hat sich der VfCM e.V. für die Gründung eines juristischen Beirats entschieden. Dieser soll in das Credit Management relevanten Rechtsfragen beraten und die politische Diskussion mit unterstützen. Zudem wird der juristische Beirat über wesentliche Gesetzesänderungen informieren. Außerdem steht der Beirat für kleinere Fragen den Mitgliedern des VfCM e.V. zur Verfügung. Umfangreiche, kostenlose Rechtsberatung kann und darf der juristische Beirat aber nicht leisten.

Mitglieder des Beirats sind

Rechtsanwältin Barbara Brenner, Bonn      
für Insolvenz- und Handels- und Gesellschaftsrecht
sowie für das Recht der Kreditsicherheiten
b.brenner@bbrenner.com

Rechtsanwalt Peter Bayh, Stuttgart      
für das Zivilrecht, die Zivilprozessordnung und Europarecht
peter.bayh@bayh-fingerle.de

Rechtsanwältin Stephanie Iraschko-Luscher, Hamburg 
für Datenschutzrecht und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
kanzlei@kanzlei-iraschko-luscher.de